Sein eigenes Reich zu haben und sich dieses so zu gestalten, wie man sich das vorstellt, ist ein Traum vieler. Wenn man sich dieser Herausforderung gewachsen fühlt und die entsprechenden finanziellen Mittel aufbringen kann, dann geht es darum, genau zu planen, was man denn haben will.

Es gilt nun die Entscheidung zu treffen: Soll es ein Fertig- oder ein Massivhaus werden? Unterscheiden tun sich die beiden Bauweisen vor allem in den Kosten und in der Dauer, die es braucht, um das Haus fertig zu stellen. Während die Fertigbau-Variante in der Fabrik vormontiert wird und nur noch zum eigentlichen Grundstück transportiert werden muss, werden bei der Massivhaus-Variante nach ursprünglicher Maurerkunst noch Stein auf Stein gelegt und robuste Materialen verwendet. Diese können erst vor Ort zusammengebaut werden. Und das dauert! Auch sind die Kosten für diese Art von Baumaterial weitaus höher als bei der Variante des Fertigbauhauses.

Im Gegensatz zum Fertigbauhaus wird das Massivhaus komplett aus Steinen und Mauern, nicht etwa aus Holzkonstruktionen gebaut. Verwendet das Bauunternehmen für die tragenden Wände Beton, so muss man eine Trockenperiode mit einplanen.

Fast alle professionellen und vor allem seriösen Anbieter von Massivhäusern richten sich heutzutage nach einer Energieeinsparverordnung, die 2002 von der Bundesregierung erlassen wurde. Wird diese von den Bauunternehmen eingehalten, so ergibt sich als Resultat eine Energieersparnis von 30 Prozent! Hinzukommt, dass es mittlerweile selbstverständlicher wird, Solaranlagen oder so genannte Wärmepumpen beim Bau eines Massivhauses zu integrieren. Energie lässt sich mit solchen Bestandteilen nachhaltig und langfristig effizient sparen.
Besonders interessant ist die Massivhausbauweise für Mehrfamilienhäuser: Dank der dicken Mauern entsteht hier ein solider und starker Schallschutz. Die einzelnen Parteien sind mehr oder minder vom Lärm der anliegenden Familien abgeschirmt. Das macht das Leben in einem Mehrfamilienhaus sehr viel angenehmer.
Auch wenn gewisse Bauweisen genaue Vorschriften verfolgen, so bietet sich Ihnen noch immer die Möglichkeit, über zu verwendendes Baumaterial zu entscheiden. Somit haben Sie einen Einfluss auf die Entwicklung der Kosten. Doch seien Sie sich bewusst: Sparen Sie an der falschen Ecke, so kann sich dieser Mangel an Qualität später rächen. Daraus resultieren oft kostspielige Nachbesserungsarbeiten. Von daher sollten Sie es lieber von Anfang an richtig machen und eine gewisse einmalige Investition in Kauf nehmen, anstatt einst getroffene Entscheidungen später wieder zu bedauern.

Beachten Sie bitte auch schon in der Planungsphase, ob ein eventueller An- oder Ausbau machbar ist. Denn wenn dies zukünftig geplant ist, wäre es ärgerlich, wenn man nicht von Anfang an daran gedacht hat, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.